Chaos - Fraktale - Das Wesen des Lebens: Die Welt ist nicht mechanistisch

In jedem Chaoszustand sind hochdifferenzierte Informationen verborgen - die nicht direkt zugänglich sind - die jedoch die Grundlage und „Bauanleitungen“ für neue höhere Ordnungen darstellen. Synergetik heißt das „Zusammenwirken der Kräfte“ - in den Wechselbeziehungen der ordnenden Kräfte untereinander, können Chaoszustände auftreten und sich zu völlig neuen, noch nie dagewesenen Strukturen aufbauen. Die Evolution mit ihrem Prinzip der Selbstorganisation hat als kreative Basis das deterministische Chaos. Die Natur nutzt einfache Grundmuster und Prinzipien.

„Wir neigen zu der Ansicht, die Wissenschaft habe alles erklärt, wenn sie erklärt hat, wie sich der Mond um die Erde bewegt. Diese Vorstellung vom Universum als einem Uhrwerk hat jedoch nichts mit der realen Welt zu tun“, meinte Jim Yorke als Physiker an der Universität of Maryland, der den Begriff „Chaos“ prägte.

 

Chaos bezeichnete ursprünglich einen Zustand der Unordnung und des Verfalls. Innerhalb des Chaos gibt es keine sinnvolle Informationen und keine Struktur - glaubte man. Seit etwa 20 Jahren gibt es jedoch einen dramatischen Wechsel hin zu einem neuen Paradigma. Die Welt wird nicht mehr mechanistisch/deterministisch angesehen, sondern die Zukunft ist nicht vorhersagbar und die vorher noch geschmähte Unordnung ist in Wahrheit die notwendige Basis der Kreativität - Deterministisches Chaos ist die Grundlage für „Neues“.

Die Mandelbrot-Menge - benannt nach dem Erfinder der fraktalen Geometrie Mandelbrot - (mathematischer Außenseiter, Erstveröffentlichung 1975) wurde zum berühmtesten Objekt der modernen Mathematik und sie ist das Symbol der Chaos-Revolution. Fraktale sind nie identisch, sondern selbstähnlich!

John Hubbard (Mathematiker, Uni Cornell) hat eines der wichtigsten Theoreme über die Menge bewiesen - ein ganzheitliches Theorem, demzufolge all die, in den Rand eingebundenen verkleinerten Mandelbrot-Figuren, mathematisch miteinander verknüpft sind. Eine sinnvolle Ordnung ist in jedem Chaos verborgen.

Einfache mathematische Modelle - Gesetze - bringen Muster hervor, die den echten Naturprodukten verblüffend ähnlich sehen. Die Arbeitsweise der Natur wird mit synergetischen, sich selbstorganisierenden Strukturen und Mustern beschrieben. Die meisten natürlichen Objekte, darunter auch wir selbst, setzen sich aus vielen verschiedenartigen, ineinander verflochtenen Fraktalen zusammen, die jeweils „Teile“ mit unterschiedlichen fraktalen Dimensionen aufweisen. Die Bronchien der menschlichen Lunge besitzen für die ersten sieben Verzweigungsgenerationen eine gemeinsame fraktale Dimension und für die anschließende Verzweigung eine andere. Überall in unserem Körper finden wir Strukturen, die sich in selbstähnliche Details verzweigen: die Verästelung immer kleinerer Blutgefäße, die unser Herz versorgen, die dichtgedrängten, in immer kleinerer Skala sich verfeinernden Verzweigungen des gesamten Kreislaufsystems.

Im Lymphgefäßsystem, im Dünndarm, in den Lungen, im Muskelgewebe, im Bindegewebe, in der faltenreichen Oberfläche des Gehirns, in den Nierenbeckenkelchen und in der Beschaffenheit der Gallenkapillaren - überall werden unregelmäßige, selbstähnliche Formationen sichtbar. Das komplizierte fraktale Muster der Neuronen bildet ein unglaublich empfindsames und effizientes Netzwerk für die Bearbeitung von Informationen und somit auch für die Psyche des Menschen: In den Synergetik Sessions wird dies sichtbar - und nutzbar: Veränderung der Wirklichkeit geschieht nur mit den Gesetzen der Wirklichkeit.

 

 

 

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Zuletzt aktualisiert am: 13-M‰r-2011 22:14
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