Leben

Leben ist ein individueller autonomer Zustand fernab vom Gleichgewicht, der sich ständig im Energiedurchfluß selbstorganisatorisch in höhere Ordnungsmuster hineinentwickelt.

Mit der Synergetik Therapie ist die aktive Veränderung mit der eigenen evolutionären Kommunikation möglich.
Maturana: „In einem lebenden System ist das Produkt seiner Operation seine eigene Organisation“.

Der britische Physiker Osborn Reynolds hatte schon im 19. Jahrhundert die sog. Reynolds-Zahl gefunden, die besagt, wann genau Flüssigkeiten oder Gase bei Rohrdurchströmungen in Turbulenz übergehen. In der Reynoldszahl sind alle Randbedingungen wie Durchmesser, Geschwindigkeit, Masse usw. enthalten. Wenn man den Durchfluß durch Druck erhöht, scheinen die Bewegungen der Teilchen völlig ungeordnet zu sein: Chaotisch. Wenn man z.B. einen Wasserhahn aufdreht, erscheint am Anfang eine gleichmäßige Strömungsform (laminar), die dann aber ab diesem „magischen“ Zeitpunkt in Turbulenz umkippt. Diesen turbulenten Bereich der Strömungsform - Chaos - hielt man für unberechenbar und ohne Strukturen.

Der russische Lew Lindau erhielt für seine Theorie des superflüssigen Helium 1962 den Nobelpreis. Er war einer der ersten, der Turbulenz untersuchte. Er bemerkte, daß die Turbulenz schrittweise einsetzte und daß mit jedem Schritt die Bewegungen der Flüssigkeit komplexer wurden. Wenn man in einen glatt dahinfließenden Bach einen Stein wirft, kehrt er bald zu seiner „laminaren“ Strömungsform zurück. Erhöht sich die Bachlaufgeschwindigkeit, z.B. durch stark einsetzenden Regen, wird er reißend und unberechenbar.
Eine Analogie zum Nachdenken über das Leben sei erlaubt. Fließt das Leben still dahin, wirkt es harmonisch (laminar). Wird durch starke Veränderung aus der Umgebung (Stress) eine höhere Anforderung an das eigene Handeln gestellt und somit der eigene Energiefluß mehr eingefordert, werden die Reaktionen bei manchen Menschen häufig chaotisch (turbulent) - sie reagieren ohne Plan und Struktur. Tritt ein unerwartetes Ereignis (Lebensumstellung, Schock, usw.) ins Leben, reagiert bei manchen Menschen der „Fluß des Lebens“ nach einer bestimmten Verarbeitungsphase - wie beim Steinwurf ins Bachbett - wieder normal. Das Leben pendelt sich wieder ein. Andere Menschen werden jedoch völlig aus der Bahn geworfen. Sie hatten schon ein instabiles „Innenleben“ - durch viele unbewußte und unverarbeitete Erlebnisse ähnlicher Art. Der Auslöser ist somit nur der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt, aber nie die tiefere Ursache. Er geschieht am „Umschlagpunkt“ der laminaren Strömung in dauerhafte Turbulenz. Dies kann zu einer massiven Krankheit führen.

Auf diese Art von Auslöseereignissen baut die Sichtweise der „Neuen Medizin“ nach Dr. Hamer auf, wenn nach den Erlebnisschocks zur Ursache für z.B. Krebsentstehung gesucht wird. Einen lesenswerten Artikel zu diesem Thema „Auslöseereignisse“, gibt es in raum&zeit Nr. 95 vom Sept./Okt. 1998, geschrieben von dem Heilpraktiker Hans Josef Schuster, Lindau. Er berichtet über praktische Erfahrungen mit der „Neuen Medizin“.


Professor für theoretische Chemie (Rössler-Attraktor) Otto Rössler:
„Chaotische Dynamik entsteht durch aktives, scharfes
(männliches) Eingreifen
in die passive, ruhende Materie des (weiblichen)
dreidimensionalen Raums.“

Die Synergetik Therapie bietet zu der Ursachenerforschung ihren eigenen Ansatz, daß nämlich alle Ereignisse in Tiefenentspannung in einer energetischen Wirkungsstruktur sichtbar gemacht werden können und auch dort im Gehirn abänderbar sind, ohne die „äußere Welt“ dafür nutzen zu müssen. Gesetze der Heilung eines autonomen Systems sind primär unabhängig von dem umgebenden Einflußsystem. Diese Erkenntnis hat seine Entstehungsgeschichte: Vor 23 Jahren hieß meine Ingenieurarbeit „Untersuchung von Rohrströmungen bei kleinen Geschwindigkeiten“. Ich hatte eine Wasserstrahldüse im Querschnitt so zu optimieren, daß sie für Druckluftdurchfluß als Vakuumpumpe für einen „Miniwindkanal“ eingesetzt werden konnte. Normalerweise werden Kennlinienberechnungen mathematisch durchgeführt. Ich baute die Wasserstrahlpumpe mit ihrem sich veränderten Durchmesser aus 100 einzelnen Plexiglasscheibchen nach. Das innere Strömungsprofil entsprach der optimalen Kennlinie für Wasserdurchfluß. Jetzt nahm ich jeweils ein Scheibchen und versetzte es an einen anderen Ort: wurde der Durchfluß erhöht, blieb es dort, verringerte sich der Luftdurchsatz, wurde der Vorgang wieder rückgängig gemacht. Nach einigen hundert intuitiven Schritten stellte sich „wie von selbst“ die optimalste innere Form ein. Ähnliche Prinzipien wurden erst Jahre später unter dem Begriff „Bionik“ erforscht. In dieser wissenschaftlichen Disziplin werden der Natur ihre strukturellen „Geheimnisse“ entlockt.

Diese ingenieurmäßigen Erkenntnisse wurden von mir vor 10 Jahren auf die pragmatische Arbeitsweise der Synergetik Therapie übertragen. Der Klient befindet sich in Tiefenentspannung und hängt in seinem „inneren Fluß“ fest: eine schwarze Wand taucht auf oder er ist „abgeschnitten“ allein. Dies bedeutet, das sein innerer Energiefluß (siehe die Forschungen zu den Bereitschaftspotentialen von Libet) an inneren Strukturwiderständen aufgehalten wird. Zieht jetzt der Synergetik Therapeut ein „Scheibchen“, z.B. spielt er „sich nähernde Schritte“ ein oder „Mauersprenggeräusche“ ist dies analog, als wenn er einen Stein aus dem Wasser des Bachlauf holt, der Widerstand gemacht hat. Der Energiefluß kommt in Gang und kann weiter bearbeitet werden. Die innere „Kennlinie“ wird, „wie von selbst“, immer optimaler. Funktioniert ein „Scheibchen“ nicht, macht der „Steinwurf in die „Wasseroberfläche“ keine Kreise, kann man diesen Ansatz sein lassen. Der Energiefluß des einzelnen Menschen - der evolutionäre oder „göttliche“ Energiefluß, der durch ihn hindurchfließt - wird höher und da die persönliche „Verarbeitungskennlinie“ im Inneren wesentlich verbessert wurde, lösen sich Krankheiten in Folge auf. Neue äußere Anlässe können wesentlich leichter und schneller verarbeitet werden. Die Entwicklung des Menschen - die Individuation nach C.G. Jung - ist fortgeschrittener. Da die „Grundkonfliktmasse“ aufgearbeitet wurde, ist der Klient nicht mehr so leicht für potentielle Krankheiten disponiert. Die „Auslöserkonflikte nach Hamer“ können manche Krankheiten nicht mehr so leicht auslösen. Die subjektive Anfälligkeit für innere „turbulente Störungen“ ist reduziert. Die „persönliche Reynoldszahl“ wurde evolutionär verschoben.

Prigogine bekam den Nobelpreis für die Beschreibung von Selbstorganisationsprinzipien bei sog. „dissipativen Strukturen“. In seinem Weltbild ist die Bifurkation oder Verzweigungsstelle ein zentraler Begriff. Ein entscheidender Moment, denn dort kann etwas sehr winziges, eine kleine Schwankung der Temperatur als „Flügelschlag des Schmetterlinngs“ wirken. Auf die Synergetik Therapie übertragen, können winzige Veränderungen in den Abänderungen der inneren Energiebilder, eine komplette bestehende Struktur auflösen und das bestehende „Asthma“ ist wie weggeblasen. Diese Bifurkationen haben in der Evolution lebendiger Zellen dazu geführt, daß organisch-chemische Reaktionsmuster geschaffen wurden, die die Zelle ungeheuer raffiniert und stabil mit ihrer Umgebung verflechten. Diese Verknüpfung von „Rückkoppelungsschleifen“ nennt Prigogine „Kommunikation“. Durch diese Art von Kommunikation erhält sich das System selbst, Bifurkationen wurden zu Meilensteine der Evolution. An diesen Punkten ist die Zeit irrever-sibel und doch rekapituliert sie stets die Vergangenheit. Prigogine sagt: „Diese Mischung von Notwendigkeit und Zufall bestimmt die Geschichte des Systems“.
In der Synergetik Therapie bestimmt der Klient seine eigene Geschichte selbst. Wenn ein kranker Mensch seine evolutionär geforderte Entwicklung verweigert, kann er eine Patientenkariere bekommen - machmal mit tödlichem Ausgang.

Für das Gehirn ist Chaos etwas völlig normales. Prigogine sagte mit Nachdruck: „ Es ist wohlbekannt, daß das Herz im Prinzip regelmäßig schlagen muß, weil wir sonst stürben. Das Hirn aber muß im Prinzip unregelmäßig arbeiten, sonst würden wir epileptisch. Dies zeigt, daß Unregelmäßigkeiten, Chaos, zu komplexen Systemen führt. Das bedeutet nicht etwa Unordnung, im Gegenteil, ich würde sagen, gerade das Chaos macht das Leben und die Intelligenz möglich. Das Gehirn ist im Verlauf des Selektionsprozesses so instabil geworden, daß die kleinste Einwirkung zum Entstehen von Ordnung führen kann“. So gesehen wäre also das Gehirn nichtlineares Ergebnis nichtlinearer Evolution auf einem nichtlinearen Planeten.

Lesen Sie dazu das neue Buch (1996) von Fritjof Capra
Lebensnetz
Ein neues Verständnis der lebendigen Welt.

Lebensnetz ist ein Durchbruch des synergetischen Denkens in der Wissenschaft.Zu starre Ordnung ist allerdings auch für den Herzschlag nicht gut. Seiner Periode sind leichte chaotische Schwankungen überlagert, die keineswegs zufälliger Natur sind, sondern klaren Gesetzmäßigkeiten folgen. Ein absolut regelmäßiger Herzschlag hingegen ist ein Anzeichen für krankhafte Veränderungen. Es gab Versuche, Patienten mit einem Medikament so einzustellen, daß ihr Herzschlag sehr regelmäßig wurde - sie verstarben. Gehirnforscher haben sich einen anderen „Trick“ ausgedacht: Sie leiten die Herztöne in einen kleinen Mini-computer und wenn der Herzrhythmus zu sehr schwankt, geben sie durch einen Impulsgeber ein rückgekoppeltes „Chaos“ an das Herz und siehe da, es findet wieder zu seinem evolutionären Takt zurück. Die Forscher wollen sich das Gerät patentieren lassen.

 



Synergetik Therapie Institut
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Homepage: www.synergetik.net

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Zuletzt aktualisiert am: 18-Dez-2002 19:02
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